Zwischen 1967 und 1998 hat terre des hommes mehr als 2.800 Waisen und verlassene Kinder an Adoptivbewerber in Deutschland vermittelt. Im Jahre 1987 beschloss die terre des hommes-Mitgliederversammlung, das Adoptionsprogramm zu beenden; 1994 wurde dann die gesamte Vermittlungsarbeit zugunsten der Projektförderung für verlassene Kinder eingestellt. Auf den nachfolgenden Seiten informieren wir Sie über die Position von terre des hommes zum Thema Auslandsadoptionen und geben Antworten auf die wichtigsten Fragen bei der Adoption eines Kindes.
Ausführliche Informationenen zur Problematik der Verlassenheit und zur Situation verlassener Kinder finden Sie auf unserer Schwerpunktseite zum Thema »Verlassene Kinder«.
»Vermeidung von Selbstbeschaffungsadoptionen«
Statement von Frank Licht auf der Pressekonferenz vom 6. Juli 2006 in Berlin
Statement von Frank Licht, Leiter der Zentralen Adoptionsstelle Berlin-Brandenburg, vor dem Hintergrund einer geplanten Reform des »Gesetzes über die Angelegenheiten der freiwilligen Gerichtsbarkeit« (FGG) auf der Pressekonferenz von terre des hommes am 06.07.2006 in Berlin.
Fragen an die Auslandsvermittlungsstelle
Eine Orientierungshilfe für Adoptionsbewerber
Bei der Bemühung um die Adoption eines ausländischen Kindes gibt es viele Unsicherheiten und Fragen. Den Auslandsvermittlungsstellen in freier Trägerschaft ist die Aufgabe anvertraut, den Ablauf des Verfahrens im Interesse der zu vermittelnden Kinder und der Adoptionsbewerber verlässlich zu gestalten. Die Arbeitsweisen der verschiedenen Freien Träger und auch die Situationen in den verschiedenen Herkunftsländern eines Adoptivkindes sind dabei aber sehr unterschiedlich und für Adoptionsbewerber nur schwer zu überschauen.
Hilfe für verlassene Kinder
terre des hommes unterstützt Projekte für verlassene Kinder. Unsere Projektpartner suchen neue Familien für Waisenkinder und Pflegefamilien für verlassene Kinder im jeweiligen Land. Ein weiterer Schwerpunkt der Projekte ist die Präventionsarbeit. Damit Kinder nicht ausgesetzt und vernachlässigt werden, werden Mütter, die sich in einer schwierigen sozialen oder psychologischen Situationen befinden, dabei unterstützt, ihre Kinder selbst großzuziehen.
Kinderhandel zum Zwecke der Adoption
In Deutschland dürfen Auslandsadoptionen nur von staatlich anerkannten Vermittlungsstellen durchgeführt werden. Trotzdem versuchen immer wieder adoptionswillige Paare, über »private Kontakte« oder mit Hilfe dubioser Agenturen zu ihrem »Wunschkind« zu gelangen. Der nachfolgende Artikel beleuchtet die Frage, wie es zur Entstehung dieser Form des Kinderhandels kam und wie diese illegalen Praktiken bekämpft werden können.
Rechtliche Aspekte der Auslandsadoption
Die UN-Kinderrechtskonvention, die auch von der Bundesrepublik ratifiziert wurde, beschäftigt sich in Artikel 21 mit dem Thema Adoptionen. In Artikel 35 nimmt die Konvention auch Stellung zum Thema Kinderhandel. Eine Konkretisierung erfuhr die Kinderrechtskonvention allerdings erst mit dem so genannten »Haager Übereinkommen über den Schutz von Kindern und die Zusammenarbeit auf dem Gebiet der internationalen Adoption«, das den rechtlichen Rahmen für Adoptionen für und zwischen einzelnen Staaten regelt. Nachfolgend dokumentieren wir die relevante Passage aus der UN-Kinderrechtskonvention und stellen das Haager Übereinkommen vor.
terre des hommes und die Auslandsadoption
Zwischen 1967 und 1998 vermittelte terre des hommes mehr als 2800 Waisen und verlassene Kinder zur Adoption nach Deutschland. Die meisten dieser Kinder kamen aus Ost- und Südostasien (Korea, Vietnam, Philippinen, Indien, Sri Lanka, Bangladesch) sowie Lateinamerika (Kolumbien, Bolivien, Ecuador). Obwohl die Adoptionsvermittlungsarbeit nur einen kleinen Teil der vielfältigen Aktivitäten von terre des hommes ausmachte, wurde der Verein vor allem durch diese Art des Engagements für verlassene Kinder bekannt. So kam es zu vielen Reaktionen, als terre des hommes 1994 beschloss, keine Adoptionsvermittlung mehr durchzuführen.
»15 Jahre Internationales Haager Adoptionsübereinkommen«
Eine kritische Zwischenbilanz
»Selbstbeschaffungsadoptionen« unter legaler Umgehung deutschen Rechts
Statement von Dr. Bernd Wacker auf der Pressekonferenz vom 6. Juli 2006 in Berlin
Statement von Dr. Bernd Wacker, terre des hommes-Adoptionsexperte, vor dem Hintergrund einer geplanten Reform des »Gesetzes über die Angelegenheiten der freiwilligen Gerichtsbarkeit« (FGG) auf der Pressekonferenz von terre des hommes am 06.07.2006 in Berlin.