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Projekte für Kinder in bewaffneten Konflikten

Inhaltsverzeichnis
Lernen trotz Krieg - Kinder in einem Flüchtlingslager
Foto: terre des hommes

terre des hommes unterstützt verschiedene Projekte für Kinder in bewaffneten Konflikten. Neben den hier vorgestellten Projekten finden Sie weitere Beispiele in der Rubrik »Schwerpunkte / Kinder in bewaffneten Konflikten«.

Weitere Informationen und Links

Projektbeispiele

Altos de Cazucá / Fedes
Auszug aus dem Reisebericht von terre des hommes-Mitarbeiterin Hannelore Wöstemeyer–Rister (2004)

Altos de Cazucá ist einer der Außenbezirke der Hauptstadt Kolumbiens. Seit Jahrzehnten siedeln sich hier unter miserablen Lebensbedingungen interne Vertriebene an. Unsere Partnerorganisation FEDES unterstützt die oft traumatisierten, orientierungs- und mittellosen Familien bei der Schaffung einer Wohnraum, organisiert Gesundheitsberatung, Kinderbetreuung und hilft bei der Einschulung der Kinder.
Bogotá: Vertreibungsgrund Zwangsrekrutierung
Erfahrungen von Jugendlichen

Fabrizio, 19 Jahre kommt ursprünglich dem Departamento ( Bezirk) Cesar and der Karibikküste. Die Gegend in der Nähe der Sierra Nevada von St Marta, einem Andenausläufer und Küstengebirge, dass sich bis auf 5.000 m erhebt, ist stark umkämpft. Die Guerillas sitzen in den Bergen, die Paramilitärs in den Niederungen und Städten, Armee und Polizei sind nur schwach vertreten. Paramilitärs und Guerilla kämpfen um die Herrschaft über die ganze Region. Gründe sind: die strategische Lage in der Nähe der venezolanischen Grenze, und die Möglichkeiten des Cocaanbaus in der Zone. Deshalb gibt es auch Verbindungen zum organisierten Rauschgifthandel, dem Narcotrafico.
Colombia querida - geliebtes Kolumbien


Kolumbien scheint weit weg von Deutschland, politisch ohnehin im Einflussbereich der Vereinigten Staaten. Während Entwicklungs- und Menschenrechtsorganisationen die deutsche Bundesregierung mit alarmierenden Meldungen von Menschenrechtsverletzungen bombardieren, schwelgt die Homepage der deutsch-kolumbianischen Industrie- und Handelskammer in wirtschaftlichen Erfolgsmeldungen, obwohl das Land hoch verschuldet ist und Korruption an der Tagesordnung ist. Realistischer als die Erfolgsmeldungen sind die nackten Tatsachen, wie zum Beispiel die rückläufigen Investitionen europäischer Unternehmen. Der kolumbianische Staatspräsident Uribe präsentiert sich gegenüber dem Ausland gern als politischer Hardliner, der die Guerilla besiegen, den Rechtsstaat etablieren und die Wirtschaftsbeziehungen zum Ausland ankurbeln will. Die Erfahrung der Menschen im Lande lassen jedoch erhebliche Zweifel aufkommen. Eine Projektpartnerin von terre des hommes berichtet.
Deutschland


Grenzgebiet zu Thailand / Burma / Myanmar


Seit Jahrzehnten gibt es bewaffnete Auseinandersetzungen in Myanmar, dem früheren Burma. Einerseits unterdrückt das burmesische Militärregime jeden Versuch, die Demokratie wiederherzustellen, die seit 1988 blutig unterdrückt wird. Hinzu kommen zahlreiche ethnische Gruppen in verschiedenen Teilen des Landes, denen der burmesische Zentralstaat feindlich gegenüber tritt. Rund 30 bewaffnete Gruppen sind an dem Konflikt beteiligt, viele von ihnen gehören zu ethnischen Minderheiten wie den Shan, Karen, Kachin, Mon oder Wa, die mehr Autonomie fordern. Daneben geht es um die Kontrolle des Drogenhandels - Burma ist zusammen mit Afghanistan der weltweit größte Exporteur von Rohopium.
Kinder ohne Rechte
Burma: Kampf gegen Zwangsrekrutierung von Kindern

Kolumbien: Der Traum vom Frieden


Mehr als drei Millionen Menschen sind in den letzten 20 Jahren in Kolumbien gewaltsam vertrieben worden. Auch die Familie von Christina musste aus ihrem Dorf fliehen. Eines Tages waren Bewaffnete auf den Hof der Familie gestürmt und hatten gedroht, beim nächsten Besuch Christina und ihren Bruder mitzunehmen und als Soldaten zu rekrutieren. Ohne zu zögern, packte die Familie ihr Hab und Gut und floh nach Altos de Cazucá, ein Elendsviertel am Rande der Hauptstadt Bogotá.
Peru


In Peru herrschte über viele Jahre ein blutiger Bürgerkrieg zwischen Armee und Guerilla. Noch immer sind die Wunden dieses Krieges nicht verheilt. terre des hommes unterstützt die Arbeit von Lehrern, Psychologen und Sozialarbeitern der Organisation PASMI in der peruanischen Stadt Tarapoto.
Projekte in Kolumbien


Seit 30 Jahren unterstützt terre des hommes in Kolumbien Partnerorganisationen. Sie stellen sich der Kultur der Gewalt entgegen, die sich in diesem lateinamerikanischen Land ausgebreitet hat. Es gibt zahlreiche Gewaltakteure: Zwei größere Guerillaorganisationen sind besonders im ländlichen Teil Kolumbiens aktiv, geraten aber zunehmend unter Druck von Armee, Polizei und mit ihnen kooperierenden Paramilitärs. Letztere habe inzwischen in den meisten großen Städten faktisch die Macht übernommen. Die finanzielle Basis ihrer Macht speist sich aus dem Drogenanbau und -handel. Alle Kriegesparteien gehen mit brutaler Gewalt gegen die Zivilbevölkerung vor: Drohungen, Mordanschläge, Massaker, Zwangsrekrutierungen von Kindern erzeugen ein Klima der Angst und Unsicherheit.

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