terre des hommes setzt sich auf verschiedenen Ebenen für den Schutz von Kindern in bewaffneten Konflikten ein. Dazu gehören folgende Schwerpunkte:
Folgende Aspekte sind in der Projektarbeit von terre des hommes von Bedeutung:

Das Mindestalter für den Eintritt in die bewaffneten Streitkräfte der Bundesrepublik Deutschland und damit der Status als Kombattant wird auf 18 Jahre festgelegt. Diese Altersgrenze gilt für alle Formen der Rekrutierung von Soldaten, betrifft also Wehrpflicht und Anwerbung von Freiwilligen. Die Bundesregierung ergreift die notwendigen rechtlichen und tatsächlichen Schritte, um jede Rekrutierung in bewaffnete Gruppen oder ausländische Streitkräfte von Personen unter 18 Jahre auf dem Territorium der Bundesrepublik Deutschland zu verhindern und strafrechtlich zu verfolgen. Dies gilt sowohl für die Rekrutierung von minderjährigen deutschen Staatsangehörigen als auch von nichtdeutschen Kindern und Jugendlichen.
Die Bundesregierung soll die im Artikel 7 des Zusatzprotokolls zur UN-KinderrechsKonvention vorgesehenen Institutionen und Hilfsprogramme zur Demobilisierung und Rehabilitation von ehemaligen Kindersoldaten sowie zur Verhütung von Verstößen gegen das Protokoll unterstützen. Die Bundesregierung unterstützt internationale Mechanismen und Institutionen, um Verstöße gegen das Zusatzprotokoll oder andere relevante internationale Verträge ermitteln, verhindern und bestrafen zu können. Hier kommt dem Internationalen Strafgerichtshof große Bedeutung zu.
Das internationale Völkerrecht ist eindeutig: Kindersoldaten sind Opfer schwerster Kriegsverbrechen. Dennoch vertritt das Bundesamt für die Anerkennung politischer Flüchtlinge die Meinung, dass es sich bei ehemaligen Kindersoldaten um Fahnenflüchtige ohne politische Verfolgung handelt. Fluchtgründe wie die Rekrutierung als Minderjähriger oder die Ermordung der Eltern werden nicht als asylrelevant anerkannt. Ehemalige Kindersoldaten haben im deutschen Asylverfahren daher kaum eine Chance. Das deutsche Asylrecht geht in keiner Weise auf die besondere Situation dieser Flüchtlingsgruppe ein: Die Kinder normalerweise stark traumatisiert, hinzu kommen Sprachschwierigkeiten. Sie sind daher kaum in der Lage, ein Asylverfahren erfolgreich durchzustehen. terre des hommes fordert, im Asylverfahren die Situation der Kinder besser zu berücksichtigen.
Die Studie »Ehemalige Kindersoldaten in Deutschland«
wurde von terre des hommes und dem »Bundesfachverband Unbegleitete Minderjährige Flüchtlinge«
in Auftrag gegeben und Mitte Oktober 2003 veröffentlicht.
Regelmäßig veröffentlich terre des hommes die deutschsprachige Fassung des internationalen Kindersoldaten-Newsletters. Der Newsletter kann kostenlos über die terre des hommes-Homepage bestellt werden.
Etwa 250.000 Kinder auf der ganzen Welt sind gezwungen, in Kriegen zu kämpfen. Und dies, obwohl das Zusatzprotokoll zur Kinderrechtskonvention dies seit dem 12. Februar 2002 verbietet - daran erinnert der jährlich stattfindende Red Hand Day.
Die Internationale Föderation terre des hommes
gehörte 1998 zu den Gründerorganisationen der »International Coalition to Stop the Use of Child Soldiers«
. In Deutschland wird die Coalition von der »Deutschen Koordination Kindersoldaten« vertreten, in der terre des hommes Mitglied ist. Weitere Informationen finden Sie auf unserer Informationsseite.